Dula Feichter, Wiener Umweltanwaltschaft

Hirse ist ein Sammelbegriff für verschiedene kleinfrüchtige Getreidearten wie zum Beispiel Goldhirse, Perlhirse oder Zwerghirse. Sie gehört zur Familie der Süßgräser (lat. Poaceae), gilt als das älteste bekannte Getreide der Menschheit und wurde bereits vor über 8.000 Jahren in Afrika und Asien kultiviert.

Sie ist ein sehr wertvolles, glutenfreies und leicht verdauliches Getreide. Zudem ist sie eine hervorragende Quelle für Ballaststoffe, Proteine, Vitamine (insbesondere B-Vitamine) sowie Mineralstoffe wie Silizium,Magnesium, Eisen und Zink. Hirse ist eine sehr genügsame, robuste Pflanze, die wenig Wasser benötigt und selbst auf kargen Böden gedeiht. Auch mit hohen Temperaturen und Dürreperioden kommt sie sehr gut zurecht. Hirse verbindet Klimaresistenz im Ackerbau mit echter ökologischer Nachhaltigkeit – sie schützt den Boden und spart wertvolles Wasser.

Hirsesuppe 2 FED KleinIn der Küche ist Hirse ein echtes Multitalent und vielseitig verwendbar: Sie wird als nährstoffreiche Beilage, in Salaten, Aufläufen, Suppen und Eintöpfen, Desserts, in Pfannengerichten oder für fleischlose Bratlinge verwendet. Wegen ihrer leichten Verdaulichkeit ist sie zudem ideal für cremige Breie sowie als Zutat für glutenfreies Gebäck. Hirse ist von Natur aus glutenfrei, kann aber bei der Produktion durch andere Getreidesorten verunreinigt sein – achten Sie daher beim Einkaufen auf entsprechende Hinweise.

Wir möchten Ihnen ein Rezept für eine schmackhafte Hirsesuppe vorstellen:

Zutaten für 4 bis 6 Personen

  • 90 g Goldhirse (im Handel und Bioläden erhältlich)
  • 3 Karotten, fein geschnitten oder geraspelt
  • 1 Stange Lauch, fein geschnitten
  • 2 gehackte Knoblauchzehen
  • 1 Pastinake oder 1 Petersilienwurzel, fein geschnitten
  • 2-3 Esslöffel Öl (z. B. Olivenöl oder Rapsöl)
  • Gewürze nach Geschmack (z. B. Suppengewürz, Salz, Pfeffer, Gewürzmischung). Wenn glutenfrei gekocht wird, bei Gewürz-Fertigmischungen auf Glutenfreiheit achten.
  • 1,5 Liter heißes Wasser oder heiße Gemüsebrühe
  • Frische Petersilie zum Garnieren

Zubereitung

  • Hirse vorbereiten: Die Goldhirse in einem feinen Sieb gründlich mit Wasser abspülen, bis das Wasser klar bleibt.
  • Anschwitzen: Das Öl in einem Topf erhitzen. Den Lauch darin kurz andünsten. Den Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten, bis er sein Aroma entfaltet.
  • Gemüse dünsten: Die fein geschnittenen Karotten und die Pastinake (oder Petersilienwurzel) hinzufügen und etwa 8-10 Minuten zugedeckt andünsten.
  • Hirse und Gewürze: Die Hirse sowie die Gewürze in den Topf geben und alles gut vermengen.
  • Köcheln lassen: Mit dem heißen Wasser oder der heißen Brühe aufgießen und aufkochen lassen. Die Suppe bei geschlossenem Deckel etwa 15 bis 20 Minuten auf einer niedrigeren Temperatur köcheln lassen, bis die Hirse und das Gemüse weich sind.
  • Anrichten: Die Suppe vor dem Servieren noch 5 Minuten abseits der Herdplatte bei geschlossenem Topfdeckel ruhen lassen. Mit frisch gehackter Petersilie garnieren und mit Brot servieren. Falls glutenfrei gekocht wird, passt dazu eine glutenfreie Brotsorte.

Guten Appetit!

 

© Foto: Dula Feichter

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